Freestyle Libre Sensor

Erster Urlaubstag seit langem, wunderbares Wetter und was macht man da ? Genau, ausschlafen und man bastelt ein wenig an Elektronik rum 😀

Ich habe mir mal den Freestyle Libre Sensor angesehen. Es handelt sich um einen sogenannten CGM Sensor, der kontinuierlich den Glokosewert in der Gewebsflüssigkeit bestimmt. Dieses Messverfahren brachte auch die Firma Medtronic vor einigen Jahren auf den Markt.

Das besondere an dem Sensor ist, dass er sehr, sehr preiswert ist, sich über NFC auslesen lässt und sich selbst kalibrieren kann. Diese Kombination möchte ich fast einen Geniestreich nennen. Durch den geringen Preis sehen sich einige Patienten in der Situation, die Sensoren aus eigener Tasche zu bezahlen. Die Datenübermittlung über NFC erspart teure Transmitter und Stromversorungslösungen. Dadurch wird natürlich der Sensorpreis gesenkt und der Sensor wird jedesmal komplett (samt Elektronik) entsorgt was den Aufbau sehr einfach macht und somit Entwicklungs- und Herstellungskosten senkt. Durch die innovative (und bei Medtronic fehlende) eigenständige Kalibrierung, ist das Messsystem eigentlich idiotensicher.

Der Aufbau ist wie folgt: In der Mitte befindet sich der Messfaden (und vermutlich minimale Messelektronik) in einem Kunststoffgehäuse. Die Platine besteht aus einer NFC Antenne, einer Varta V377 Knopfzellen Batterie (1,55 V 27 mAh) und einem Microchip. Leider ist die Modellnummer auf dem Microchip nicht wirklich lesbar. Aus den Zeichen die ich lesen konnte, bin ich über Google auf den RF430FRL152H von Texas Instruments gekommen. Das würde gut passen, denn es ist ein NFC Chip der bei 1,55 V arbeiten kann und dafür gedacht ist Sensoren auszulesen. Die orange Fahne scheint ein Temperatursensor zu sein, denn der Sensor kann sich melden wenn ihm zu warm oder zu kalt wird.IMG_20160505_163819IMG_20160505_172046

Aus meiner Sicht hat das Konzept aber drei Probleme:

  1. Müll: Ein Sensor verursacht sehr, sehr viel Müll. Beim Anlegen kriegt das grüne Gewissen schon einen Herzinfarkt, da die Applikationshilfe (aus stabilem Kunststoff) weggeworfen wird. Natürlich kann man so sicherstellen, dass das Ding sauber ist, aber ist das nötig? Die Antwort ist nein, denn Medtronic hat das besser gelöst. Dazu kommt der Sensor selbst, der wiederum ein recht stabiles Kunststoffgehäuse hat und offensichtlich einiges an Elektronik.
  2. Messgenauigkeit: Der Sensor kalibriert sich selbstständig. Das ist eigentlich auch eine super Sache, aber bei mir waren die Messwerte nicht immer exakt (und damit meine ich Messunterschiede von bis zu 60 mg/dl). Eine Möglichkeit zur Nachkalibrierung durch eine Blutmessung wäre schon sinnvoll.
  3. Geplante Obsoleszenz: Der Sensor zählt intern bis 14 Tage rum sind und meldet sich dann als verbraucht. Allerdings meldet er sich auch schon früher als verbraucht, wenn er eben früher verbraucht ist und keine sinnvollen Messungen mehr möglich sind. D.H., dass der Sensor sich selbst testen kann ob er noch funktioniert. Ich finde, damit ist der Zähler überflüssig und grenzt an Geldmacherrei … wieso sollte ich den Sensor denn nicht einen Tag länger nutzen wenn er einen Tag länger funktionieren kann…

Meine Ideen zur Version 2 (die nebenbei auch den Verkaufspreis senken könnten) wären daher:

  1. Applikationshilfe extra verkaufen und nicht als Einmalprodukt verwenden. Als Zwischenschritt vllt einen 6er Sensorpack (Quartalspacket) anbieten, dass nur einen Applikator hat.
  2. Nochmal ein paar Minuten Nachdenken und die Elektronik besser vom Messfaden trennen. Die zwei Teile sind ja bereits getrennt. Wieso kann ich keinen Mechanismus haben um die Elektronik ein paar mal zu verwenden. Nach meiner Schätzung, kann der Chip die Batterie noch nicht völlig entleert haben. Man könnte aber auch eine etwas stärkere Batterie einbauen und wieder einen 6er Packe mit nur einem Elektronikboard anbieten. Das würde schon einiges an wertvollen, seltenen Ressourcen schonen.
  3. Stromversorung durch Akkus. Wenn die Elektronik sinnvoll vom Messfaden getrennt ist, könnte die Stromversorgung auch direkt durch Akkus erfolgen, die in einer Ladestation geladen werden. Dadurch würde eine Menge Giftmüll eingespart werden.
  4. Händisches Nachkalibrieren. Die angezeigten Werte sind natürlich niemals gemessene Werte. Die Messung der Gewebeflüssigkeit ist stark verzögert (15-30 min). Daher sind die gezeigten Werte eher geraten als gemessen (der Fachmann spricht von extrapolieren). Man kann jedoch die Messkurve auslesen und anzeigen und dann vergleichen wie genau die echt gemessenen Werte waren. Ok wenn ich jetzt sehe, dass schon die Basis der Raterei nicht stimmt, wie sollte dann das Gerät jemals etwas richtiges anzeigen. Genau .. keine Chance … Es wäre aus meiner Sicht nicht besonders aufwändig, einen Referenzwert einzugeben der die Messwerte korrigiert.

Freestyle Libre ist ein wirklich schönes System, das bei mir zumindest zu deutlich höherer Messfrequenz führt und damit die Therapie und Lebensqualität verbessern kann. Offenbar hat Abbott aber noch etwas Arbeit vor sich, um die genannten Schwächen auszubügeln. Desweiteren sollten sie eine Kooperation mit einem Insulinpumpenhersteller anstreben, um die Werte direkt an die Insulinpumpe zu übertragen. Ich bin gespannt was da noch kommt.

Cheers!

 

PS: Wer jetzt mehr Infos über den Sensor will, dem empfehle ich die Herstellerseite und den Blog von Marcel Klug, denn der kluge Mann (haha was ein Wortspiel, ist bestimmt ganz neu 😀 ) hat sich mal die Speicherstruktur des Sensors genau angesehen und eine Leseapp gebastelt 🙂

 

Digitale Post-It in Windows 7 oder Windows 8

Ich finde die Kurznotizen in Windows 7 und Windows 8 extrem praktisch. Anders als die Post-it Zettel muss ich die digitale Version nicht dauernd suchen. Andere Apps wie Wunderliste finde ich zwar auch schön aber irgendwie mag ich diese „Chaotische-Ordnung“ lieber. Schade nur, dass man es nicht mit anderen Computern (oder dem Hany) synchronisieren kann. Hier noch ein paar nicht ganz offensichtliche funtkionen:

Schriftgröße ändern:
[STRG] + [SCHIFT] + [,] = Schrift verkleinern
[STRG] + [SCHIFT] + [.] = Schrift verkleinern

Schriftformatierungen:
[STRG] + [L] = Text linksbündig
[STRG] + [R] = Text rechtsbündig
[STRG] + [E] = Text zentriert
[STRG] + [T] = Text durchstreichen
[STRG] + [U] = Text unterstrichen
[STRG] + [I] = Text italic
[STRG] + [B] = Text bold

Sonstige Funktionen:
[STRG] + [Z] = rückgängig
[STRG] + [Y] = wiederherstellen
[STRG] + [SCHIFT] + [L] = Aufzählung

Quelle: http://blog.jenshellmeier.de/windows-7-kurznotizen-sticky-notes-verwenden/2923/

Kontaktbilder ändern in Outlook 2013

Da ich mich jetzt mit dem M$ Office Paket herumschlagen muss, schreibe ich ein paar Sachen auf die ich sonst garantiert vergesse 😀
Möchte man im Nachhinein ein Kontaktbild ändern, geht man in dem Tab „Personen“ auf den entsprechenden Kontakt. Dann klickt man auf den Link unter „Datenursprung anzeigen“. Danach öffnet sich ein Bearbeitungsfeld in dem das Bild geändert werden kann.

Cheers.

Google Keep in Thunderbird

Google Keep ist eine relativ neue Notiz App von Google (offensichtlich 😉 ). Böse Zungen behaupten Google will Evernote damit aus dem Markt drängen, aber Fakt ist, dass Google Keep bei weitem nicht den Funktionsumfang bietet wie Evernote. Allerdings ist es ein sehr schöner Ersatz für die 100 Zettel die man an den Monitor klebt. Viel mehr kann Google Keep auch nicht: Notizen erstellen, Notiz in Listenform erstellen, Bild an Notiz anhängen, Notizen farbig markieren. Das ist im Großen und Ganzen ein paar Post-It Blöcke und ein Kuli….

Für mich ist das allerding völlig ausreichend, und da ich die Googel Applikationen gerne benutze habe ich mich auch für Google Keep entschieden. Leider teilt Google nicht meine Vorlibe von „klassischen“ Desktop Apps. Wenn ich Google Keep im Browser verwende, kommt es nicht selten vor, dass ich es in meinen gefühlten 600 Tabs nicht finde und ständig neu öffnen muss. Das empfinde ich als nicht praktikabel denn wenn „man mal schnell“ was aufschreiben muss fange ich nicht an die Tabs zu durchsuchen ….

Also bin ich auf die Idee gekommen wie bei ThunderCal einen Butten in Thunderbird einzubauen. Mit einem Klick auf den button öffnet sich in Thunderbird ein neuer Tab der Googel Keep öffnet. Dadurch benutzt man direkt die von Google bereitgestellte WebApp aber in einem schnell erreichbaren Tab. Dadurch erweitert sich Thunderbird auch wieder ein Stück in Richtung Selbstorga-App.

Man muss dazu sagen, dass ich eigenlicht keine Ahnung von AddOn Entwicklung habe. Deswegen habe ich einfach die ThunderCal App so modifizerit, dass sie Google Keep aufruft und dem eigentlichen Thundercal nicht in die Quere kommt (hoffe ich). Die Qualität des Codes ist meines erachtens recht gut. Wenn ich mal etwas mehr Zeit habe, überarbeitet ich die App nochmal aber bis dahin gibt es sie hier als Beta zum download.

Viel Spass damit 😉

ThunderKeep

Links:
Download ThunderCal 1.1 und ThunderKeep 0.6 (auf Basis von ThunderCal 1.1)

Raspberry Pi als „Audiosink“

Ich arbeite momentan an einem kleine Zoneplayer System. Während der Recherche nach geeigneter Software ist mir Airplay und UPNP AV aufgefallen. Frisch motiviert hab ich gleich etwas gebastelt um im Tanzverein dem Trainer einen Airplay Renderer anzubieten. Jetzt bin ich bei den Feinheiten.

Die Sache ist eigentlich ganz einfach wenn man weiss wie es get 😉 XBMC und damit alle XBMC-Ditributionen für das Raspberry Pi unterstützt von Haus aus Airplay und UPNP AV. Und zwar das ganze für Audio UND Video. Sehr cooles Feature muss ich sagen.

Wer Android hat, sollte sich die App BubbleUPNP mal ansehen. Die App ist kostenlos und funktioniert super. Bei Apple kann man mit Boardmitteln loslegen (Stichwor „Airplay“).

Was mich nun interessiert ist die Performance. Bedingt durch das Streaming der Daten und die Latenzen im Netz, die schwachen Prozessoren im Handy/Tablet und im Pi gibt es leider ein paar Delays. Ich versuche nun das Delay auf der Pi Seite zu minimieren und probiere deswegen jede XBMC-Distribution durch 😉

Folgende Daten konnte ich ermitteln:

Xbian:
UPNP Start / Stop: ca. 0,3s
UPNP neues Lied: ca. 5,2s
Airplay Start / Stop: ca. 3,5-4s
Airplay neues Lied: ca. 6 – 10s
Boot Dauer: ca. 47s

Raspbmc:
UPNP Start / Stop: ca. 0,4s
UPNP neues Lied: ca. 5,6s
Airplay Start / Stop: ca. 10,3s
Airplay neues Lied: ca. 11 – 15s
Boot Dauer: ca. 46s

OpenELEC:
UPNP Start / Stop: ca. 0,3s
UPNP neues Lied: ca. 6-9s
Airplay Start / Stop: ca. 3,3s (aber Aussetzer! -> zu kleiner Puffer)
Airplay neues Lied: ca. 5,5s (aber Aussetzer! -> zu kleiner Puffer)
Boot Dauer: ca. 46s

Man muss dazu sagen, dass die Liedlänge Auswirkungen auf die Zeiten hat. Desweiteren ist mein IPod Touch mit erheblich schlechterer Hardware ausgestattet als mein Android Handy. Nichts desto trotz sind die Airplay Zeiten doch etwas enttäuschend. Ich hoffe dass sich das in der Zukunft bessert. Ich denke es gibts noch etwas Tuning potienzial wenn man Puffergröße und ähnliches umstellt. Allerdings suche ich mehr eine „out of the box“ Lösung. Und hier muss man sehen das Xbian die besten Werte liefert. Ich werde das mal eine Weile beobachten 😉

Domain Weiterleitungen

Heute habe ich vergebens versucht bei Schlund eine DNS Weiterleitung einzurichten. Ich frage mich ernsthaft warum das nicht klappen will …. Nun Gut ich habe ein wenig gegoogelt und das hier genfunden:

http://jendryschik.de/weblog/2005/03/12/automatische-weiterleitung/

Sehr cooler Artikel wie ich finde! Ich habe mich für die Weiterleitung mit .htaccess Datei entschieden. Tut was es soll 😉

Ouuuu Ya !

Heute ist sie eingetroffen. Entgegen aller Erwartungen ist sie problemlos durch den Zoll gekommen. Hierfür ein Dankeschön an das Zollamt 🙂

Die Konsole wirkt auf mich sehr winzig, aber wenn man darüber nachdenkt, ist sie eigentlich nur ein Handy ohne Akku. 😀 Nach einer ewigen Einstellungsorgie lief der kleine Würfel auch endlich in meinem Heim. Hier hätte ich mir allerdings eine bessere Tastatur, wie sie bei Steam zu finden ist, gewünscht….

Die schlechte Presse kann ich nicht ganz nachvollziehen. Die Konsole war von Anfang an als Casual Console gedacht und dafür, dass sie erst im Herbst erscheint gibt es schon eniges an Spielen. Alles in allem finde ich meine 150 Dollar gut angelegt und freue mich auf die kommenden Games.

Wenn ich Zeit finde werde ich mir auch mal an ein kleines Spielprojekt heranwagen 🙂

ouya

Quya! Commercial Picture.

XAMPP unter Linux

Ich habe mir eine kleine VM für Webentwicklung eingerichtet. Basis ist Debian6 und dazu das LAMP Packet von Apache Friends. Leider gibt es einen blöden Fehler beim Zugriff auf PHPMYADMIN. Nach ein wenig Googlearbeit habe ich einen Fix gefunden. Man muss in der httpd-xamp.conf (/opt/lampp/etc/extra) folgenden Part ersetzten:


#
# New XAMPP security concept
#
<LocationMatch "^/(?i:(?:xampp|security|licenses|phpmyadmin|webalizer|server-status|server-info))">
<RequireAny>
Require ip ::1 127.0.0.0/8 \
fc00::/7 10.0.0.0/8 172.16.0.0/12 192.168.0.0/16 \
fe80::/10 169.254.0.0/16
</RequireAny>
ErrorDocument 403 /error/XAMPP_FORBIDDEN.html.var
</LocationMatch>

 

Quellen:
http://www.apachefriends.org/de/xampp-linux.html
http://stackoverflow.com/questions/11999371/access-to-the-requested-object-is-only-available-from-the-local-network-phpmyadm