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Ich möchte den ESP gerne als Wireless-Switch-Array für mein Smarthome nutzen. Allerdings müsste der ESP dann ständig aktiv sein, um die angeschlossenen Taster abfragen zu können. Das hätte einen hohen Stromverbrauch zur Folge und würde einen Batteriebetrieb nicht erlauben (nicht mehr so wireless😀 )

Meine erste Idee war, alle 500 ms aus dem Deep Sleep aufzuwachen und die Taster abzufragen. Das ist aber irgendwie unkomfortabel, da man den Taster im schlimmsten Fall 500 ms halten muss. Gekoppelt mit dem fehlenden Feedback (durch das Verbinden mit dem Wlan kommt ein Delay von ca 2 Sekunden zu stande) ist das extrem intuitiv. Ich finde man sollte kurz drücken und sich sicher sein, dass irgendwann passiert was man wollte. Außerdem ist die Lösung auch nicht sooo effizient denn das ständige Booten kostet auch relativ viel Strom.

Jetzt habe ich mir eine Schaltung aus Gattern überlegt die den ESP mit einem beliebigen Tastendruck aufweckt. Der ESP setzt GPIO2 auf HIGH, wenn er aktiv ist. Wenn irgend ein Button gedrückt wird und der ESP aus ist (also GPIO2 dann LOW) wird der Reset ausgelöst, sodass der ESP bootet.

esp_wake

Irgendwie kommt mir das aber sehr aufwändig vor, denn man bräuchte die Gatter zum Aufwecken und ein Latch pro Taster, um den Tastendruck zu speichern bis der ESP gebootet und den Wert abgerufen hat. Das wäre dann eine relativ aufwändige Platine für so eine „Kleinigkeit“😦

Momentan überleg ich, ob ein PAL nicht einfacher wäre [1,2] Allerdings ist der Stromverbraucht dann nicht mehr so optimal wie bei einzelnen Gattern …

[1] http://www.ti.com/lit/ds/symlink/ticpal22v10z-25c.pdf
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Programmable_Array_Logic

Freestyle Libre Sensor

Erster Urlaubstag seit langem, wunderbares Wetter und was macht man da ? Genau, ausschlafen und man bastelt ein wenig an Elektronik rum😀

Ich habe mir mal den Freestyle Libre Sensor angesehen. Es handelt sich um einen sogenannten CGM Sensor, der kontinuierlich den Glokosewert in der Gewebsflüssigkeit bestimmt. Dieses Messverfahren brachte auch die Firma Medtronic vor einigen Jahren auf den Markt.

Das besondere an dem Sensor ist, dass er sehr, sehr preiswert ist, sich über NFC auslesen lässt und sich selbst kalibrieren kann. Diese Kombination möchte ich fast einen Geniestreich nennen. Durch den geringen Preis sehen sich einige Patienten in der Situation, die Sensoren aus eigener Tasche zu bezahlen. Die Datenübermittlung über NFC erspart teure Transmitter und Stromversorungslösungen. Dadurch wird natürlich der Sensorpreis gesenkt und der Sensor wird jedesmal komplett (samt Elektronik) entsorgt was den Aufbau sehr einfach macht und somit Entwicklungs- und Herstellungskosten senkt. Durch die innovative (und bei Medtronic fehlende) eigenständige Kalibrierung, ist das Messsystem eigentlich idiotensicher.

Der Aufbau ist wie folgt: In der Mitte befindet sich der Messfaden (und vermutlich minimale Messelektronik) in einem Kunststoffgehäuse. Die Platine besteht aus einer NFC Antenne, einer Varta V377 Knopfzellen Batterie (1,55 V 27 mAh) und einem Microchip. Leider ist die Modellnummer auf dem Microchip nicht wirklich lesbar. Aus den Zeichen die ich lesen konnte, bin ich über Google auf den RF430FRL152H von Texas Instruments gekommen. Das würde gut passen, denn es ist ein NFC Chip der bei 1,55 V arbeiten kann und dafür gedacht ist Sensoren auszulesen. Die orange Fahne scheint ein Temperatursensor zu sein, denn der Sensor kann sich melden wenn ihm zu warm oder zu kalt wird.IMG_20160505_163819IMG_20160505_172046

Aus meiner Sicht hat das Konzept aber drei Probleme:

  1. Müll: Ein Sensor verursacht sehr, sehr viel Müll. Beim Anlegen kriegt das grüne Gewissen schon einen Herzinfarkt, da die Applikationshilfe (aus stabilem Kunststoff) weggeworfen wird. Natürlich kann man so sicherstellen, dass das Ding sauber ist, aber ist das nötig? Die Antwort ist nein, denn Medtronic hat das besser gelöst. Dazu kommt der Sensor selbst, der wiederum ein recht stabiles Kunststoffgehäuse hat und offensichtlich einiges an Elektronik.
  2. Messgenauigkeit: Der Sensor kalibriert sich selbstständig. Das ist eigentlich auch eine super Sache, aber bei mir waren die Messwerte nicht immer exakt (und damit meine ich Messunterschiede von bis zu 60 mg/dl). Eine Möglichkeit zur Nachkalibrierung durch eine Blutmessung wäre schon sinnvoll.
  3. Geplante Obsoleszenz: Der Sensor zählt intern bis 14 Tage rum sind und meldet sich dann als verbraucht. Allerdings meldet er sich auch schon früher als verbraucht, wenn er eben früher verbraucht ist und keine sinnvollen Messungen mehr möglich sind. D.H., dass der Sensor sich selbst testen kann ob er noch funktioniert. Ich finde, damit ist der Zähler überflüssig und grenzt an Geldmacherrei … wieso sollte ich den Sensor denn nicht einen Tag länger nutzen wenn er einen Tag länger funktionieren kann…

Meine Ideen zur Version 2 (die nebenbei auch den Verkaufspreis senken könnten) wären daher:

  1. Applikationshilfe extra verkaufen und nicht als Einmalprodukt verwenden. Als Zwischenschritt vllt einen 6er Sensorpack (Quartalspacket) anbieten, dass nur einen Applikator hat.
  2. Nochmal ein paar Minuten Nachdenken und die Elektronik besser vom Messfaden trennen. Die zwei Teile sind ja bereits getrennt. Wieso kann ich keinen Mechanismus haben um die Elektronik ein paar mal zu verwenden. Nach meiner Schätzung, kann der Chip die Batterie noch nicht völlig entleert haben. Man könnte aber auch eine etwas stärkere Batterie einbauen und wieder einen 6er Packe mit nur einem Elektronikboard anbieten. Das würde schon einiges an wertvollen, seltenen Ressourcen schonen.
  3. Stromversorung durch Akkus. Wenn die Elektronik sinnvoll vom Messfaden getrennt ist, könnte die Stromversorgung auch direkt durch Akkus erfolgen, die in einer Ladestation geladen werden. Dadurch würde eine Menge Giftmüll eingespart werden.
  4. Händisches Nachkalibrieren. Die angezeigten Werte sind natürlich niemals gemessene Werte. Die Messung der Gewebeflüssigkeit ist stark verzögert (15-30 min). Daher sind die gezeigten Werte eher geraten als gemessen (der Fachmann spricht von extrapolieren). Man kann jedoch die Messkurve auslesen und anzeigen und dann vergleichen wie genau die echt gemessenen Werte waren. Ok wenn ich jetzt sehe, dass schon die Basis der Raterei nicht stimmt, wie sollte dann das Gerät jemals etwas richtiges anzeigen. Genau .. keine Chance … Es wäre aus meiner Sicht nicht besonders aufwändig, einen Referenzwert einzugeben der die Messwerte korrigiert.

Freestyle Libre ist ein wirklich schönes System, das bei mir zumindest zu deutlich höherer Messfrequenz führt und damit die Therapie und Lebensqualität verbessern kann. Offenbar hat Abbott aber noch etwas Arbeit vor sich, um die genannten Schwächen auszubügeln. Desweiteren sollten sie eine Kooperation mit einem Insulinpumpenhersteller anstreben, um die Werte direkt an die Insulinpumpe zu übertragen. Ich bin gespannt was da noch kommt.

Cheers!

 

PS: Wer jetzt mehr Infos über den Sensor will, dem empfehle ich die Herstellerseite und den Blog von Marcel Klug, denn der kluge Mann (haha was ein Wortspiel, ist bestimmt ganz neu😀 ) hat sich mal die Speicherstruktur des Sensors genau angesehen und eine Leseapp gebastelt🙂

 

Wetterbericht

Ich frage mich, warum der Wetterbericht, selbst in unserer heutigen Zeit, immer noch zuverlässig falsch ist… Bei der Überlegung habe ich mich gefragt, ob der Faktor Mensch in den Berechnungen mit drinnen ist. Man könnte doch Menschenbewegungen aus Reisedaten (Fluglinien, Schiffen, usw.) erheben und das mit einkalkulieren😀

Ich finde die Kurznotizen in Windows 7 und Windows 8 extrem praktisch. Anders als die Post-it Zettel muss ich die digitale Version nicht dauernd suchen. Andere Apps wie Wunderliste finde ich zwar auch schön aber irgendwie mag ich diese „Chaotische-Ordnung“ lieber. Schade nur, dass man es nicht mit anderen Computern (oder dem Hany) synchronisieren kann. Hier noch ein paar nicht ganz offensichtliche funtkionen:

Schriftgröße ändern:
[STRG] + [SCHIFT] + [,] = Schrift verkleinern
[STRG] + [SCHIFT] + [.] = Schrift verkleinern

Schriftformatierungen:
[STRG] + [L] = Text linksbündig
[STRG] + [R] = Text rechtsbündig
[STRG] + [E] = Text zentriert
[STRG] + [T] = Text durchstreichen
[STRG] + [U] = Text unterstrichen
[STRG] + [I] = Text italic
[STRG] + [B] = Text bold

Sonstige Funktionen:
[STRG] + [Z] = rückgängig
[STRG] + [Y] = wiederherstellen
[STRG] + [SCHIFT] + [L] = Aufzählung

Quelle: http://blog.jenshellmeier.de/windows-7-kurznotizen-sticky-notes-verwenden/2923/

Da ich mich jetzt mit dem M$ Office Paket herumschlagen muss, schreibe ich ein paar Sachen auf die ich sonst garantiert vergesse😀
Möchte man im Nachhinein ein Kontaktbild ändern, geht man in dem Tab „Personen“ auf den entsprechenden Kontakt. Dann klickt man auf den Link unter „Datenursprung anzeigen“. Danach öffnet sich ein Bearbeitungsfeld in dem das Bild geändert werden kann.

Cheers.

diff mit eclipse

Man mag es kaum glauben, aber Eclipse hat doch die ein oder andere nutzliche Funktion (von Haus aus) dabei. Man kann 2 Dateien sehr einfach miteinander vergleichen. Einfach die Dateien markieren dann Rechtsklick -> „Compare With“ -> „Each Other“ ->🙂 .

Google Keep ist eine relativ neue Notiz App von Google (offensichtlich😉 ). Böse Zungen behaupten Google will Evernote damit aus dem Markt drängen, aber Fakt ist, dass Google Keep bei weitem nicht den Funktionsumfang bietet wie Evernote. Allerdings ist es ein sehr schöner Ersatz für die 100 Zettel die man an den Monitor klebt. Viel mehr kann Google Keep auch nicht: Notizen erstellen, Notiz in Listenform erstellen, Bild an Notiz anhängen, Notizen farbig markieren. Das ist im Großen und Ganzen ein paar Post-It Blöcke und ein Kuli….

Für mich ist das allerding völlig ausreichend, und da ich die Googel Applikationen gerne benutze habe ich mich auch für Google Keep entschieden. Leider teilt Google nicht meine Vorlibe von „klassischen“ Desktop Apps. Wenn ich Google Keep im Browser verwende, kommt es nicht selten vor, dass ich es in meinen gefühlten 600 Tabs nicht finde und ständig neu öffnen muss. Das empfinde ich als nicht praktikabel denn wenn „man mal schnell“ was aufschreiben muss fange ich nicht an die Tabs zu durchsuchen ….

Also bin ich auf die Idee gekommen wie bei ThunderCal einen Butten in Thunderbird einzubauen. Mit einem Klick auf den button öffnet sich in Thunderbird ein neuer Tab der Googel Keep öffnet. Dadurch benutzt man direkt die von Google bereitgestellte WebApp aber in einem schnell erreichbaren Tab. Dadurch erweitert sich Thunderbird auch wieder ein Stück in Richtung Selbstorga-App.

Man muss dazu sagen, dass ich eigenlicht keine Ahnung von AddOn Entwicklung habe. Deswegen habe ich einfach die ThunderCal App so modifizerit, dass sie Google Keep aufruft und dem eigentlichen Thundercal nicht in die Quere kommt (hoffe ich). Die Qualität des Codes ist meines erachtens recht gut. Wenn ich mal etwas mehr Zeit habe, überarbeitet ich die App nochmal aber bis dahin gibt es sie hier als Beta zum download.

Viel Spass damit😉

ThunderKeep

Links:
Download ThunderCal 1.1 und ThunderKeep 0.6 (auf Basis von ThunderCal 1.1)